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Drei Pinneberger in Mazar e Sharif Afghanistan

eingestellt am 30.07.2010

 

Der Kreis Pinneberger CDU Bundestagsabgeordneter und Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium des Innern Dr. Ole Schröder traf bei seinem Besuch des Deutschen Polizeitrainingscamps in Mazar e Sharif Afghanistan am Mittwoch 28.07.2010 auch Polizeibeamte aus dem Kreis Pinneberg.

Polizeibeamte aus dem Kreis Pinneberg

Als zuständiger Staatssekretär informierte sich Dr. Ole Schröder über den Polizeiaufbau in Afghanistan, wo Deutschland sich mit ca. 230 Polizeibeamten engagiert. Überdurchschnittlich vertreten ist hierbei der Kreis Pinneberg mit gleich zwei Vertretern in Mazar e Sharif im Norden Afghanistans, Polizeihauptmeister M. Rang aus Rellingen und Polizeioberrat F. Hansen aus Haseldorf. Rang übt seinen Dienst normalerweise in Schenefeld aus und ist seit März für ein Jahr in Mazar e Sharif. Er ist am FDD Programm (Focused District Development) beteiligt, ein Mentoren Programm, wo Deutsche Polizeibeamten afghanische Polizeistationen betreuen und damit auch das Camp verlassen, um deren Dienststelle und sogar Streifengänge zu evaluieren.
Hansen ist Polizeibeamter in Hamburg und ist seit Juni für ein Jahr verantwortlich für die Europäischen Polizeimission EUPOL, wo afghanische Polizeibeamten dazu befähigt werden sollen, selbst auszubilden.
Das Leben findet innerhalb der gesicherten Bereiche, der sog. Compounds, statt, die nur aus dienstlich notwendigen Anlässen und dann in besonders geschützten Fahrzeugen, in entsprechender Ausrüstung und Sicherung der Bundeswehr verlassen werden. Die afghanischen Polizeikräfte, die in den jeweiligen deutschen Trainingscentern aus- und fortgebildet werden, sind hoch motiviert und erkennen ihre deutschen Trainer in hohem Maße an.
Als Schröder das Polizei-Trainingscenter am 28. Juli besucht, liegt die Temperatur knapp über 40° C. Nach einem Rundgang über das Gelände geht es in die Kantine zu einem gemeinsamen Mittagessen mit den deutschen Trainern in Mitten der afghanischen Polizeirekruten. Bei afghanischem Kebab mit Hammelfleisch kommen die Pinneberger schnell ins Gespräch und halten nicht nur Klönsnack, sondern tauschen sich auch über die schwierigen Bedingungen der Mission aus. „Ich freue mich über die Bereitschaft, sich dieser schwierigen Aufgabe im Krisengebiet zu stellen. Sie müssen auf vieles, was zu Hause selbstverständlich ist, verzichten und sind von Ihren Familien getrennt. Dabei gehen sie ein erheblich höheres Risiko ein als im Dienst zu Hause. Die Aufgabe erfordert nicht nur polizeiliche Erfahrung, körperliche Fitness und Können, sondern vor allem auch kulturelles Einfühlungsvermögen, um das Vertrauen der Afghanen zu gewinnen um am Ende erfolgreich zu sein“, sagte Ole Schröder. „Ohne den Aufbau einer funktionierenden Polizei werden wir unser Ziel das Land 2014 in die Eigenverantwortung der Afghanen zu übergaben, nicht erreichen. Der besondere Einsatz der beiden Pinneberger gebührt hohe Anerkennung.“

 
 
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